hallo lieber leser,
nicaragua ist vorbei. nicht insgesamt, aber fuer mich zumindest. ein jahr geht nunmal vorbei wie nichts ins und ist einfach kurz und lang in einem.
man gewohent sich ja schon an ein land, an seine menschen und die bekannt- und freundschaften die man ein einem jahr so aufbaut. wie es scheint macht das land das auch und wenn man ihm passt, will es einen nicht wirklich gehen lassen. ich glaub ich war relativ freundlich, denn was schiefgehen kann, ist ca. schiefgegangen. nein, ich beziehe mich nicht auf den bewaffneten ueberfall bei meiner letzten filmvorfuehrung, sondern darauf, dass sowohl der grossteil meines gepaecks, wie auch die kaution fuer unser haus noch immer in leon verweilen. aber so ist das nun mal und die hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. zum weinen war der abschied trozdem und auch wenn ich mitlerweile schon fast in chile bin, ist die eine herzhaelfte wohl noch in nicaragua.
aber ums noch mal ganz ausdruecklich, halbwegs ernsthaft zu sagen. es war unglaublich cool, ich hab unglaublich viel gelernt, interessante (um das unglaublich mal wegzulassen) menschen kennengelertn und vielleicht auch das eine oder andere geben koennen. mit hoehen und tiefen die man so braucht, damit einem nicht langweilig wird - einfach gesagt. super.
irgendwann (wenn ich ein angenehmeeres cyber gefunden hab, als dieses hier, am terminal von tacna, suedperu) gibts dann noch reisefotos und einen abschlussbericht.
ich wuensch euch was. ganz liebe gruesse
lukas
Freitag, 1. Februar 2008
Freitag, 18. Januar 2008
letzte filmvorfuehrung
hallo lieber leser,
es sollte eine ganz normale filmvorfuehrung werden. meine letzte zwar, aber nichts allzu spezielles.
alles laeuft ganz normal letzten montag. ich fahre mit der camioneta, den chichigalpa lautsprechern und jacqueline nach managua um in waspan sur, der partnergruppe des vorarlberger nicaragua komitees filmprojekt zu machen. bei meiner ankunft vor ort schon relativ viel vorbereitet, es wird gekocht und es werden sessel aufgestellt.
in nicaragua muss man mindestens eine stunde vor beginn einer veranstaltung laerm machen, also extrem laute musik spielen, damit dann zur angepeilten stunde auch jemand anwesend ist. so machen auch wir das und als die leinwand um viertel nach fuenf steht sind auch schon einige leute anwesend.
um viertel vor sechs rufe ich die gruppe zu einer kleinen sitzung zum thema weiterfuehrung des projekts zusammen und alles laeuft hervorragend.
ploetzlich knallts. wir rennen nach draussen. "der computer, der computer...." schreien die leute...
was war los. jacqueline, passt waehrend unserer sitzung auf das ganze equipment (laptop, mischpult, beamer, lautsprecher etc.) auf. als wir uns entfernen, stehen 2 maenner, die schon seit einer stunde herumsitzen auf und naehren sich der jacqueline.
"wir nehmen jetzt diesen computer mit" sagt der eine ganz laessig
"mit sicherheit nicht" die jacqueline und haelt vorsorglich den laptop fest.
ploetzlich knallts.... der zweite typ, hat eine pistole gezogen, eine schuss in die luft abgefeuert und haelt seine geladene, ungesicherte pistole an jacquelines kopf. die leute die vorher noch auf der strasse waren, sind nicht ganz unverstaendlicher weise verschwunden und somit sind's nur noch die drei. was dann passiert ist eigentlich glueck. sie laesst den computer los, die beiden typen stecken ihn ab und rennen davon.... das maedl ist ziemlich traumatisiert, aber unverletzt.
an genau selbem platz, auf dieser strasse im barrio waspan sur in managua, ist schon vor einigen jahren waehrend einer sitzung vom chef jemand erschossen worden.
ein computer weg - alle leben noch.
nicht die allerbeste bilanz, aber ein riesen glueck!
es sollte eine ganz normale filmvorfuehrung werden. meine letzte zwar, aber nichts allzu spezielles.
alles laeuft ganz normal letzten montag. ich fahre mit der camioneta, den chichigalpa lautsprechern und jacqueline nach managua um in waspan sur, der partnergruppe des vorarlberger nicaragua komitees filmprojekt zu machen. bei meiner ankunft vor ort schon relativ viel vorbereitet, es wird gekocht und es werden sessel aufgestellt.
in nicaragua muss man mindestens eine stunde vor beginn einer veranstaltung laerm machen, also extrem laute musik spielen, damit dann zur angepeilten stunde auch jemand anwesend ist. so machen auch wir das und als die leinwand um viertel nach fuenf steht sind auch schon einige leute anwesend.
um viertel vor sechs rufe ich die gruppe zu einer kleinen sitzung zum thema weiterfuehrung des projekts zusammen und alles laeuft hervorragend.
ploetzlich knallts. wir rennen nach draussen. "der computer, der computer...." schreien die leute...
was war los. jacqueline, passt waehrend unserer sitzung auf das ganze equipment (laptop, mischpult, beamer, lautsprecher etc.) auf. als wir uns entfernen, stehen 2 maenner, die schon seit einer stunde herumsitzen auf und naehren sich der jacqueline.
"wir nehmen jetzt diesen computer mit" sagt der eine ganz laessig
"mit sicherheit nicht" die jacqueline und haelt vorsorglich den laptop fest.
ploetzlich knallts.... der zweite typ, hat eine pistole gezogen, eine schuss in die luft abgefeuert und haelt seine geladene, ungesicherte pistole an jacquelines kopf. die leute die vorher noch auf der strasse waren, sind nicht ganz unverstaendlicher weise verschwunden und somit sind's nur noch die drei. was dann passiert ist eigentlich glueck. sie laesst den computer los, die beiden typen stecken ihn ab und rennen davon.... das maedl ist ziemlich traumatisiert, aber unverletzt.
an genau selbem platz, auf dieser strasse im barrio waspan sur in managua, ist schon vor einigen jahren waehrend einer sitzung vom chef jemand erschossen worden.
ein computer weg - alle leben noch.
nicht die allerbeste bilanz, aber ein riesen glueck!
Sonntag, 13. Januar 2008
verabschiedung und sowas
hallo lieber leser,
es geht schnell... ab jetz unglaublich schnell. in einer woche und ein paar zerquetschten tagen, fliegt das flugzeug nach chile...
doch um nicht jetzt schon sentimental zu werden lieber wieder etwas lustiges. in nicaragua kann man autos ueber nacht nicht auf der strasse stehen lassen - muy peligroso, sagen die leute... ob dem wirklich so so ist, steht in den sternen, aber jedenfalls werden autos in der nacht (wenn keine eigene garage vorhanden) in eine kollektive eingesperrt. so auch unser buerofuhrpark.
in der selben garage werden auch die autos eines nahen hotels eingesperrt und fuer die abrechnung muessen diese immer ein kaertchen bei der besitzerin abgeben.
diese besitzerin ist ca 70, wohnt gegenueber und hat scheinbar die ohren einer katze und einen schlaf so tief wie der neusiedlersee. egal zu welcher uhrzeit man die garage aufsperrt, die frau schaut im nachthemd zur tuer raus... um zu wissen was da so vor sich geht und um nach dem notwendigen kaertchen (vom hotel) zu fragen. nach einigen monaten des staendigen nachfragens, hat sich die gute frau dann gemerkt, dass unsere autos nichts mit dem hotel zu tun haben.
als ich vor einigen wochen aus rio san juan zurueckkomme, sperre ich um ca. 2 in der frueh das auto ein und es schaut natuerlich die alte frau aus ihrer tuer heraus.
"und das kaertchen vom hotel...?"
"aber dieses auto ist von der oficina CHICA..."
"ja, aber die karte...?"
"ja, aber nicht vom hotel...sondern CHICA"
"ahh...aber der elmer, stellt da immer eine blaue camioneta ab"
ich schaue so die camioneta an...

"hmm, ja, das ist diese, nur etwas dreckig..."
... und ich darf sie ohne kaertchen vom hotel abstellen.
saludos...
es geht schnell... ab jetz unglaublich schnell. in einer woche und ein paar zerquetschten tagen, fliegt das flugzeug nach chile...
doch um nicht jetzt schon sentimental zu werden lieber wieder etwas lustiges. in nicaragua kann man autos ueber nacht nicht auf der strasse stehen lassen - muy peligroso, sagen die leute... ob dem wirklich so so ist, steht in den sternen, aber jedenfalls werden autos in der nacht (wenn keine eigene garage vorhanden) in eine kollektive eingesperrt. so auch unser buerofuhrpark.
in der selben garage werden auch die autos eines nahen hotels eingesperrt und fuer die abrechnung muessen diese immer ein kaertchen bei der besitzerin abgeben.
diese besitzerin ist ca 70, wohnt gegenueber und hat scheinbar die ohren einer katze und einen schlaf so tief wie der neusiedlersee. egal zu welcher uhrzeit man die garage aufsperrt, die frau schaut im nachthemd zur tuer raus... um zu wissen was da so vor sich geht und um nach dem notwendigen kaertchen (vom hotel) zu fragen. nach einigen monaten des staendigen nachfragens, hat sich die gute frau dann gemerkt, dass unsere autos nichts mit dem hotel zu tun haben.
als ich vor einigen wochen aus rio san juan zurueckkomme, sperre ich um ca. 2 in der frueh das auto ein und es schaut natuerlich die alte frau aus ihrer tuer heraus.
"und das kaertchen vom hotel...?"
"aber dieses auto ist von der oficina CHICA..."
"ja, aber die karte...?"
"ja, aber nicht vom hotel...sondern CHICA"
"ahh...aber der elmer, stellt da immer eine blaue camioneta ab"
ich schaue so die camioneta an...
"hmm, ja, das ist diese, nur etwas dreckig..."
... und ich darf sie ohne kaertchen vom hotel abstellen.
saludos...
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